Kategorie: Linguistik
Litauisch im Internet
Eine andere Seite, die meine Litauisch-Lehrerin im Unterricht kurz gezeigt hat ist www.oneness.vu.lt. Diese Seite ist recht hübsch gemacht. Man findet dort einige Beispielssätze zum Lesen und Anhören. Außerdem findet man dort auch eine gut gemachte Rubrik, die das litauische Lautinventar ein wenig genauer vorstellt. Das ist besonders interessant, wenn man entsprechende linguistische Vorkenntnisse hat.
Angleichung von Namen
In Litauen werden die Namen von Personen sowie Film- und Romanfiguren in der Regel an die litauische Sprache angepasst und transkribiert. Eine typische Endung für männliche Namen ist zum Beispiel -as. In Vilnius habe ich nun ein Beispiel gesehen, das mir besonders gut gefällt ![]()
jMemorize – ein freier und platformunabhängiger Vokabeltrainer
In einem Sprachkurs wurde ich von einem anderen Kursteilnehmer auf eine sehr nette Software aufmerksam gemacht: jMemorize. jMemorize ist in Java geschrieben und unter der GPL veröffentlicht.
jMemorize arbeitet mit dem Leitner Karteikastensystem, was das beste System ist, das ich bisher kenne. Das Prinzip besteht darin, dass man einen in mehrere Fächer unterteilten Karteikasten hat. Der zu lernende Stoff ist auf Kärtchen geschrieben. Auf der Vorderseite quasi die Frage und auf der Rückseite die Antwort. Hat man die Antwort richtig, so kommt die Karte in das nächste Fach. Wenn nicht, kommt sie in das erste fach. Die Karten im ersten Fach werden täglich wiederholt, je weiter die Karten kommen, desto seltener werden sie wiederholt.
Es gibt auf der Homepage zwei Versionen zum Download: eine Version, die unter Windows installiert werden kann und eine Version als .jar-Datei. Letztere braucht nicht installiert werden und ist unter allen Betriebssystemen verwendbar, auch unter Windows.

jMemorize-Screenshot Quelle: jmemorize.org
Einige Funktionen von jMemorize:
- Wiederholungsplanung: jede Karte trägt einen internen Vermerk, wann sie das nächste mal wiederholt werden muss. Man braucht sich also nicht selbst darum zu kümmern.
- Man kann ein gewisses Zeit-Pensum festlegen, das man mit Lernen verbringt. Wenn man also nicht länger als 20 Minuten lernen möchte, dann kann man das dem Programm vorher mitteilen.
- Man kann alternativ auch festlegen, dass man maximal eine bestimmte Anzahl an Vokabeln abgefragt werden will.
- Es gibt eine Suchfunktion, mit der man entweder die eine oder die andere oder beide Seiten der gerade geöffneten Kartei durchsuchen kann. Auf diese Weise kann man feststellen, ob man eine Vokabel schon in der Lektion hat, man kann das Programm aber auch als Wörterbuch benutzen.
- Import von CSV-Dateien ist möglich, wer also schon eine Vokabelliste in Excel oder einem vergleichbaren Programm erstellt hat, wird sich darüber freuen.
- Die Verwendung von anderen Alphabeten, als dem Englischen ist prinzipiell möglich, es kommt aber auf das Betriebssystem an, welches man verwendet. Auf der Homepage ist ein Wiki, welches Hilfestellung hierzu bietet.
- Im Wiki auf der Seite sind auch schon ein paar Lektionen zum Download verlinkt.
- Die Benutzeroberfläche ist standardmäßig in viele verschiedene Sprachen einstellbar, ohne dass zusätzliche Dateien installiert werden müssen.
- Für PDAs ist die Software bislang leider nicht geeignet.
Alles in allem ist die Software durchaus einen Blick wert, wenn man gerade irgendwas lernen möchte. Ich persönlich habe mit vergleichbarer Software für’s Abitur auch Mathe und alles Mögliche gelernt. Man muss im Zweifel nur kreativ genug sein, bestimmte Formeln zu umschreiben.
Hier nochmal die Adresse der Projekt-Homepage: http://jmemorize.org/
Leckere Schiffsküche

Eigentlich waren die Sachen, die ich gegessen habe ganz lecker. Die Übersetzungen auf der Speisekarte fand ich trotzdem witzig... 
Gute Wörterbücher sind schwer zu finden
Ich kann nur hoffen, dass es mir in Litauen nicht genauso geht 
Es gibt aber hier noch eine linguistisch sehr interessante Seite, die gut zum Thema passt ![]()
29.09.09 23:05:38, 